Im Alltag sind wir meistens auf dem Sprung. Es gibt viel zu tun, viel zu erledigen. Deshalb muss vieles möglichst schnell gehen. Und während wir noch diese Sache tun, sind wir im Kopf schon bei der nächsten Aktivität. Oder wir versuchen aus einer unangenehmen Tätigkeit oder Situation möglichst schnell raus zu kommen, um uns wieder besser zu fühlen.
Fast jeden Tag unterziehen wir uns unserem ganz persönlichen „Stresstest“: „Kriege ich alles hin?“ – „Da muss ich hin!“ – „Damit will ich endlich fertig werden!“
Irgendwo in uns kriegen wir mit, wie anstrengend, ja wie auslaugend diese Art zu leben ist. Wir freuen uns vielleicht auf den Urlaub oder einen freien Sonntag im Monat. Oder wir besuchen einen Entspannungskurs, machen Yoga, meditieren morgens 20 Minuten.
Wir lassen uns kurz etwas fallen – aber dann „muss“ es weitergehen. Wir funktionieren und versuchen, gute Gefühle zu maximieren und ungute Gefühle zu minimieren.
Für den vietnamesischen Zen-Lehrer 
